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"Mein Mammon auf Erden!
Lass heute die Aktienkurse in die Höhe
schnellen,
die
Unternehmensgewinne explodieren.
Zeig, wie wir uns goldene Fallschirme
anfertigen,
überrissene
Löhne und Bonis auszahlen,
ohne dass die Öffentlichkeit davon Kenntnis nimmt.
Du
bestimmst unser Leben und Handeln.
Du
machst mich reich und überheblich.
Du bescherst uns Milliardengewinne und Übernahmen.
Und trotzdem lässt du uns im
gleichen Atemzug
Hunderte oder gar Tausende auf die Strasse setzen.
Du bringst uns auf Ideen, wie wir
mit weniger Angestellten mehr Geld verdienen
können.
Du lässt uns
Arbeitsplätze in Oststaaten wie
Tschechien, Polen, Ungarn oder sogar nach China auslagern.
Denn dort arbeiten die Menschen viel günstiger und zum
Teil unter widrigsten Umständen...
Es ist egal, wenn Menschen
entlassen werden,
denn der Staat sorgt ja für sie,
er gibt ihnen das Nötigste zum Leben.
Die Folgen unseres Handelns schieben wir
gerne
auf die nächsten Generationen;
was soll uns dies kümmern?!
Was gehen uns leere
Sozialversicherungskassen,
Staatsschulden und eine stets
steigende Anzahl
von Working Poors
an?!
Letztere werden ja früher oder später
von der Sozialhilfe umsorgt, oder nicht?
Und führe uns nicht in Versuchung,
dies zu ändern,
sondern
lass uns weiterfahren wie bisher.
Amen.
(Die letzten beissen die Hunde.)"
Thomas Käser
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