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23.12.2005


Der zweite Dreissigjährige Krieg, wie der erste (1914-1918) und der zweite Weltkrieg (1939-1945) auch genannt werden (Spiegel Nr. 8/16.2.2004), war anfänglich ein Familien- und Künst­lerkrieg alter Sorte. Ein Familienkrieg deshalb auch, weil die Enkelkinder (Grosskinder) der englischen Königin Victoria (1819-1901) und ihres deutschen Mannes Albert, Prinz von Sachsen-Coburg und Gotha (1819-1861), sich im ersten Welt­krieg gegenseitig bekämpften.

Auf deutscher Seite war es Enkel und Kaiser Wilhelm II. (1859-1941), bei den Briten Enkel George V. (1865-1936) und in Russland Enkel und  Zar Nikolai II. Die Cousins schenkten sich in dieser damals wohl zuerst als eine Art Ab­wechs­lung und Freizeitbeschäftigung bzw. Sport ange­sehe­nen, bisher grössten kriegerischen Ausein­an­dersetzung nichts und dezimierten ihre Völker quasi vorsätzlich um eine zweistellige Millionenzahl. Und diese Völker, verführt durch höchst an­ge­se­hene, moderne, richtiggehend klassische Lügenpropheten, machten lange enthusiastisch mit, wie an einem Volksfest, auf allen Seiten...

Natürlich zweifelten viele Menschen innerlich an der Richtigkeit dieses Krieges, aber bald wurden sie von der Propaganda und der Begeisterung der Umgebung mitgerissen. Gegen die Kriegs­be­geisterung der Mehrheit öffentlich anzu­kämpfen, war ja immer schon auch lebensgefäh­rlich. Wenn es gemässigte "Klassiker", wie wir weiter unten sehen werden, schon er­folglos versuchten oder nicht wagten, wie hätte man es denn da vom kleinen Mann, von der kleinen Frau (die damals dem Manne, wenigstens offiziell, noch total untertan war) erwarten dürfen?

Und übrigens: Hätten Deutschland und Oesterreich-Ungarn den ersten Weltkrieg gewonnen, dann wäre bereits das Heilige Römische Reich Deutscher Nation, das vereinte Reich der Himmels­köni­gin Europa[1] à la heutige EU Tatsache geworden, eine Art vereinte, westlichpseudochristliche Welt (die übrige Welt wurde sowieso damals nicht als menschlich beurteilt; das Un­ter­menschdenken, welches überhaupt nicht einen Prozent Christ­­liches beinhaltet, grassierte bereits)! Das weiterhin nati­­o­nalistische Deu­tsche Reich (inkl. Oesterreich und – für dies­mal – mit dem enthusiastischen Italien Mussolinis[2]) fuhr dann un­ter dem österreichischen Erst-Weltkriegs-Gefreiten Adolf Hitler – diesem dämonengläubigen Menschen, der auch so sprach, wenn er in Fahrt kam – im zweiten Weltkrieg in etwa ein­fach dort weiter, wo man 1918 aufgehört hatte. Der "Waf­fenstillstand" von 1918-1939 wurde, als man sich stark genug fühlte, unter einem konstruierten Vorwand (inszeni­erter Über­fall auf den Sender Gleiwitz) mit dem mit Stalin heimlich abgesprochenen gemeinsamen Angriff  auf Polen wieder gebrochen (dieses Waf­fen­stillstandsverhalten wird übrigens auch im Koran pro­pa­giert; mit den damaligen Moslems verstanden sich ja Hitler und Konsorten bes­tens[3]...).


[1] Europa --> Definition nach LEXIKON DER ALTEN WELT (Teilzitat aus Lizenzausgabe 1991 der Büchergilde Gutenberg, Frankfurt a.M. etc.; Hervor­he­bun­gen durch die Redaktion): „Europa, Tochter des Phoinix und der Perimede oder Telephassa, auch Tochter des --> Agenor genannt. Beim Spiel am Strand von Zeus in Gestalt eines Stieres entführt und nach Kreta gebracht. Dort ge­biert sie ihm --> Rhadamanthys, --> Mionos und – nach manchen - --> Sarpedon. Spä­ter Gattin des Asterios. Nach ihrem Tod als Hellotis (Hellotia) und in Sidon als E.-Astarte (--> Istar) verehrt (Lukian, Syria dea 4). ...  Darstellungen: ... Schon auf Relief­vase um 650, auf Metopen von Delphi und Selinunt (Schefold, FS, Taf. IIb, 55b), vom späteren 6. Jh. an als Stierreiterin beliebter Schmuck att. Vasen. Hinter ihr verbirgt sich oft eine Nereide, Mänade oder eine nicht genauer fassbare Göttin (Technau, JdI 52,1937, 76-103; A.B. Cook, a.a.O. Zu umstrittenen myk. „Vorläufern“ zuletzt F. Matz, Göttererscheinung und Kultbild im min. Kreta, 1958, 416; Sacconi, PP 72, 1960, 182f.). Im 4. Jh. wurde, vor allem in Unter­italien, bes. die Begegnung von Stier und E. (Europa. Die Red.) am Meer oft wieder­gegeben (Schauenburg, AuA 10, 1961, 88ff.) In der Kaiserzeit war die sich am Stier festklammernde E. ein sehr verbreitetes Motiv (Gemmen, Mosaiken, Reliefs, lampen, Wandgemälde).“ 
--> Also auch die Göttin Europa versinnbildlicht den „römischen“, heidnischen Him­mels­königinnenkult à la Astarte/Istar/Astarot (auch in Israel), Artemis, Se­miramis, Isis und wie man die chaldäischbabylonische Hmmelskönigin im Mittel­­meeraum (der Kult war schon im Altertum weltweit, bis nach China, verbreitet) nannte... Siehe Jesaja 47, z.B. die Verse 1 und 5: „Steig herunter und setz dich in den Staub, Jungfrau, Tochter Babel. Setz dich auf die Erde ohne Thron, Tochter der Chaldäer. Denn man wird dich nicht weiter Ver­wöhnte und Verzärtelte nennen. ... Setze dich stumm hin und geh in die Finsternis, Tochter der Chaldäer! Denn du sollst nicht länger Herrin der Königreiche genannt werden.“[2] Im ersten Weltkrieg hatten sich Oesterreich-Ungarn und Italien an der Alpenfront noch aufs Bestialischte bekämpft! Das Südtirol wurde den Italienern als Folge der deutschen Niederlage im Westen dann von den Siegermächten zugesprochen...[3] Das Thule des Adolf Hitler und Konsorten lässt ebenfalls grüssen! Die Nazis verfolgten die be­kennenden Christen aufs Blutigste bzw. per­vertierten das Chris­tentum! Und Hit­­ler war mit Judenhas­ser Hajj Amin Al Husseini[3] (1895 –1974), dem damaligen Gross­­­-Mufti von Jeru­sa­lem (Onkel von Yassir Arafat alias Rah­man Abd-el Raouf Arafat al-Kudwa al Husseini !) aufs Engste befreun­det... Siehe IDGR (Informationsdienst gegen Rechtsextremismus) vom 25.11.2002 oder „DREAMER OF THE DAY“ von Kevin Coogan, ISBN 1-57027-039-2 (Auto­no­media) bzw. DÖW Dokumentationsarchiv des österreich­i­schen Widerstandes (Homepage, Stand 30.6.2005)  http://www.doew.at/frames.php?/thema/rechts/allianz.

Die späteren Westallierten und Sieger des 1. Weltkriegs, vor allem England und die vermeintliche Grossmacht Frankreich, überhörten die verzweifelten Hilferufe der polnischen Regierung und schauten quasi bewundernd zu, wie Hitler mit seinen neuen Waffen die an zwei Fronten ange­griffene, zahlenmässig gut dotierte, sehr tapfere, aber mit veralteten Waffen agierende polnische Armee innerhalb weniger Wochen vernichtend bezwang! Es war für westliche Aussenstehende, den grau­samen, jahrelangen zermürbenden Grabenkrieg des 1. Weltkriegs ge­wohnt, ein richtiger, vorher für unmöglich gehaltener Blitzsieg und die Deutschen Zeitungen, die diesen erst isoliert scheinenden Erfolg der Wehrmacht in glanzvollen, fussballreportageähnl­i­chem Stile beschrieben, wurden auch im Ausland gerne und teilweise in erregtem Zustand gelesen! Endlich war wieder Krieg, kam wieder Leben in die Bude...

Das einmal erstarkte und "künstlich" später via Religion (unechtem Gottesglauben) zu einer Ein­heit gewordene Eu­ropa der EU wird sich leider wohl irgendwann wieder ähnlich verhalten... Einer seiner Hauptgegner werden erneut die Ju­den, das heutige Israel, sein bzw. sind es schon! Es gibt wahr­lich nichts Neues (keine neuen Absichten) unter der Sonne bzw. wer (absichtlich?) aus der Geschichte nichts ler­nen will, wird sie wiederholen, und zwar in einer noch schlimmeren Auflage...

Die irdischen "römischen Meister" dieses Zeitalters, die mitt­ler­weile aufgeklärt aufgeklärten, er­neut heimlich unheimlich Geister befra­genden Kinder des Widersacher Gottes gehen im­mer nach demselben, eigentlich leicht durch­schaubaren Muster vor (1. Tim. 4, Matthäus 24,5-14.24.36ff, Matthäus 7,15, 2. Ko­rinther 11,13-15). Natürlich meinen es viele un­ter ihnen, hu­manistisch gese­hen, heute noch gut, aber ir­gend­­wann (manchmal geht es sehr rasch, wie nach­ste­hende Schilde­rungen aus dem 1. Weltkrieg beweisen) wird diese gemässigte Spezies aus­ster­ben oder wieder zu den Hetzern mutieren – wie im Som­mer/Herbst 1914! Man will ja keine Nachteile erleiden, keine Ver­folgung erleben, da man für das Ausharren, den Wider­stand gegen das Unrecht, nicht mehr an eine jenseitige Belohnung glaubt, wie sie das Alte und Neue Testa­ment klar beschreiben (Offen­barung 7,9-17, Johannes 3,14-18; 3,36; 5,24; 10,14-30; 14,1-6, Matthäus 11,25-29, Epheser 2, Römer 3, Römer 11, vor allem ab Vers 25 etc). [1]

[1] Die Nazis brachten nachweislich mehr als 2000 christliche Priester und Pfarrer auf teilweise bestialische Weise um (trotz oder gerade wegen des Konkor­dats/Über­­­ein­­stimmungsvertrag Nazi-Deutschlands mit dem damaligen Vatikan vom 20.7.1933...).

Die propagandistische Ver­führung des Menschen via Medien ist für beide Seiten schön. Der einzelne Mensch hat keine in­neren Zerreiss­pro­bleme mehr, wenn er alles einfach glaubt (er weiss ja selber wenig aus eigener Erfahrung, oder immer weniger – der Mensch glaubt ja auf allen Wis­sens­gebieten, nicht nur in Glaubens­sa­chen, einfach das, was ihm besser "studierte" Menschen vorge­ben und letztere haben es, meistens auch gläubig, von anderen über­nommen!) und kann – bis zum grossen persönlichen Knall, zur persönlichen Betroffenheit – relativ unbehelligt und "pseu­doautonom" leben bzw. "geniessen" und der  "Pro­pagandaseite" wird so erlaubt, die Erfolge in Ruhe zu analysieren und wohl­vorbereitet weitere "wissenschaft­lich belegte" Folge­propaganda vorzubereiten... An heutigen Mar­ketingschulen und Unis wird ja die Manipulation im Klei­nen bereits gelehrt und mit Dip­lomabschluss bestätigt.

"Der Mensch will verführt werden" ist das leider seit Adam und Eva zutreffende Credo, das weltweit verbreitet wird. Und auch die heutigen, noch gläubigen Chris­ten aller Sparten hö­ren und sehen  (bei der Wahl einer sichtbaren christlichen Gemeinde) bereits (wieder) mehr auf die glim­mernde, jaz­zende, charis­matisch hüpfende Aussenschale, statt auch auf den Kern (der Botschaft). "Prüfet aber alles, und das Gute behaltet." (1. Thessalo­nischer 5,21), ist nur noch am Rande ein Thema. Man will auch im christlichen Lager oft nur noch Fun und "Pseudoeintracht" – mit Ausgrenzung kann man nicht mehr leben, wird man "psychisch" nicht mehr fertig ("...aber um der Auserwählten willen werden jene Tage verkürzt werden..." heisst es glücklicherweise in Matthäus 24,22!).

Kriege zwischen in der Spitze eng verwandten Völkern gab es schon immer. Und kriegsbegeisterte "Reporter" wie 1859 der Schweizer Henri Dunant, der Gründer des Roten Kreuzes und des CVJM (gleichzeitig war er logischerweise Freimaurer[1] und wenigstens von daher echt "königlichem Geblüt" quasi eben­­bürtig) und Initiator der Genfer Konvention, waren für die damalige Zeit "Courant normal". Das Fussvolk, obwohl nicht initiiert oder privilegiert wie die meisten ihrer "Trainer", der Offiziere von Haupt­manngrad aufwärts, fürchtete sich – meist vorher zünftig mit menschlichen Heilsver­spre­chen/Sa­kramenten beider Seiten aus­ge­rüstet – jeweils nicht vor dem Tod und geriet immer wieder in einen wahren "Spiel­rausch"!

[1] Holtorf Jürgen, Die verschwiegene Bruderschaft, Freimaurer-Logen, Legende und Wirklichkeit, München, 1988,  Seite 174

Bevor ich aber auf diesen "Prototypen" des nach wie vor dualistischen Men­­schen der Neuzeit und seine Kriegs­be­geisterung zurückkomme, möchte ich nun aber doch auf die humanistischen Kriegsfreunde des letzten Jahrhunderts, die Vorbilder der heuti­gen Eliten und 1%-Spit­zen (diese wachsen immer wieder nach...) eingehen! 

…die humanistischen Vorbilder des letzten Jahrhun­derts?

Ja, unsere humanistischen, auch heute von Germanisten, Li­teraturprofessoren, Wissenschaftlern jeglicher Couleur, Politikern, Linken und Rechten etc. immer noch als Genies, teilweise gar als "Pseudomessiasse"  (weil lieber gelesen/gehört als das oft unsere selbst­ge­mach­te Recht­schaf­fenheit arg desillusionierende Neue oder Alte Tes­ta­ment, wes­halb dieses von den gleichen Kreisen auch hef­tig be­kämpft wird) gel­tenden "Künstler" von Welt­format waren grösstenteils fa­na­tische Kriegsanhänger! Sie stimmten mit Inbrunst ein in das damals propagierte, bibelfremde "Kriegs­christentum" und übertönten für einmal gar ihre Führer!

Hören wir dazu aus dem Spiegel special Nr. 1/2004 Teilzitate aus "Der Krieg der Geister" von Rainer Traum (Her­vor­hebungen, Fussnoten  und Klammervermerke durch die Redaktion des vorlie­gen­den Artikels):

<< ... In einem Kurpark bei Wien und anschliessend in einem belgi­schen Strandbad erfreut sich Zweig (der Schriftsteller Stefan Zweig. Die Red.) wie andere internationale Feriengäste des Bilderbuch­som­mers. Als die Zeitungsmeldungen über zu­neh­mend aggressive Töne zwischen den Grossmächten immer bedenklicher klingen und die Uniformierten sich in Belgien ebenso ver­mehren wie die Gerüchte über eine bevorstehende deutsche Invasion, versucht der Autor die Sorgen belgischer Freunde zu zerstreuen: "Mir schien es völ­lig absurd, dass, während Tausende und Zehntausende von Deutschen hier läs­sig und fröhlich die Gastfreundschaft dieses klei­nen, unbe­teiligten Landes genossen, an der Grenze eine Ar­­­mee ein­bruchsbereit stehen sollte." Buchstäblich über Nacht sei dann – Anfang August – "der erste Schrecken über den Krieg, den niemand ge­wollt" einem allgemeinen Ent­husi­asmus gewi­chen. Ganz Wien im Schwindel der Kriegs­begei­sterung, überall Fahnen, Spruchbänder, Musik.  Der Rausch der Millionen habe "etwas Grossartiges, Hinreis­sen­des und sogar Verführerisches" ge­habt, versichert Zweig und bekennt, er wolle diese Erinnerung "trotz al­lem Hass und Abscheu gegen den Krieg" in seinem Leben "nicht missen": "Jeder Einzelne erlebte eine Steigerung seines Ichs, er war nicht mehr der isolierte Mensch von frü­her, er war eingetan in eine Masse, er war Volk, und seine Person, seine sonst unbeachtete Person hatte einen Sinn bekommen ... So gewaltig, so plötz­lich brach diese Sturzwelle über die Menschen herein, dass sie, die Oberfläche auf­schäumend, die dunklen, die unbe­wussten Urtriebe Instinkte des Menschtiers nach oben riss." (Evolutionstheorie und natür­liche Selektion wurden zu dieser Zeit bereits öffentlich gelehrt, deutlich dem biblischchrist­lichen Menschenbild vor­ge­zogen und von Hitler und Kon­sorten dann verabso­lutiert; die Leute geben/gaben aber nach­her wieder Gott, ihrem wahren Schöpfer, die Schuld, obwohl er ja nach ihnen gar nicht exi­stieren soll/te! Die Red.)

Der kollektive Rausch ist fast unvorstellbar für spä­tere Ge­nerationen[1], die das Grauen zweier Weltkriege vor Augen haben[2]– ganz zu schweigen von Völkermord, Massenvertreibungen und "ethnischen Säuberungen". [3]

[1] Da irrt sich der Autor; siehe heutige Sportfans. Die Red.[2] Die heutigen Jungen wissen in der Mehrzahl nicht mal mehr, von wann bis wann die Weltkriege stattfanden. Ihre Lehrer und die für den Schulstoff zuständigen Regierungsstellen meinen wohl, durch Verschweigen der Kriegsgreuel das Kriegs- und Revanche­bewusstsein hemmen zu können -  oder hat es ganz andere Gründe? Auf jeden Fall, wenn die Regierungen heute wieder einen Krieg vor der Bevölkerung (mit Halbwahrheiten) begründen und erklären, müssten auch diese unaufgeklärten, vermeintlich autar­ken Jungen von heute, Männchen und Weibchen (Gleichberechtigung), wieder in den Tod marschieren... Die Red. [3] Auch da irrt sich der Autor: Der Massenmord  an den Juden wird von vielen Deutschen und anderen Welt­bürgern schon wieder entschieden geleugnet, von den Moslems fast kollektiv bzw. hundertpro­zentig; die erfundenen "Protokolle der Weisen von Zion" und "Mein Kampf" von Hitler sind im Orient bereits wieder Bestseller und somit auch unter der wachsenden islamischen Be­völkerung Europas wieder von Interesse... Die Red.

 Allen voran war es die kulturelle Elite, die diesem Rausch 1914 erlag (die Vorbilder der heutigen "Eliten"! Die Red.). Nationalistische Euphorie (heute "Europhie". die Red.) ver­breitete sich, mit Abstufungen, auch in England, Frank­reich, Russland. Die Russen warfen den ange­stammten Namen ihrer Hauptstadt beiseite wie einen faulen Apfel, weil er plötzlich allzu deutsch klang – aus St. Peters­burg wurde Petrograd.  ...

In der überfüllten Aula der Universität von Jena (die "Irr­tümer" kommen fast immer von der Universität; manchmal schiebt man nach der späteren Pleite dann alles einem eher unein­ge­weihten Subalternen in die Schuhe. Die Red.) spricht im Au­gust 1914 der Literatur-Nobelpreisträger (die gabs da­mals auch schon. Die Red.) Professor Rudolf Eucken (1846–1926), der Paradephilosoph des Kaiserreichs. Zwar erweise sich der Krieg als schweres Übel, doziert Eucken, wenn er aus niedrigen Beweggründen geführt werde – aus Hass, Neid, Ruhmsucht oder Erfolgsgier etwa. Als "Quelle sittlicher Stärkung" dagegen bewähre sich "der Kampf eines gan­zen Volkes für seine Selbsterhaltung und für die Wahrung seiner heiligsten Güter". Dass Deutschlands Krieg von ebendieser Art sei, also einer gerechten Sache diene, das zeige "die durchgreifende Läuterung und Erhebung", die er an "unserer Seele" bewirke. (Wir hören heute ähnliche Töne aus dem nahen und fernen Orient. Die Red.)

Die wirklichen Ursachen tauchen nicht auf in dieser eigen­tümlichen Argumentation, deren Grundmuster in der Kriegs­rechtfertigung deutscher Intellektueller fortan wiederkeh­ren wird: Das Erlebnis des Krieges beweist sich von selbst.

Der renommierte Historiker Friedrich Meinecke schreibt am 4. August, dem Tag der britischen Kriegserklärung, in einem Grundsatzartikel über "Politik und Kultur": "Jeder Einzelne hat sich von jetzt an nur noch als ein Stück der grossen Arma­tur des Staates zu betrachten." Schon wegen seiner überle­ge­nen Kultur sei Deutschland Völkern wie Serbien und Russ­land gegenüber politisch im Recht.   ...

Die Elite der deutschen Wissenschaft hält im Herbst 1914 kriegs­begeisterte Vorträge, die unter dem Titel "Deutsche Re­den in schwerer Zeit" als Buch gedruckt werden; Kurt Flasch hat viele davon unlängst in seinem bestürzenden Buch "Die gei­stige Mobilmachung" in Erinnerung gerufen. Charakterlich ist der religiöse Ton, in dem sich patriotische Ergriffenheit be­kundet. Da wird "staunende Andacht" beschworen, "heilige Zeit" und "wunderbare Kraft, die in uns einströmte".

Bei so viel Mystik macht sich jeder Skeptiker, der auf den Un­ter­schied von Fühlen und Denken, Glau­ben und Wissen[1], Propaganda und Universität besteht, als undeutscher Kleingeist verdäch­tig.  ...

[1] Mehr als 99% unseres Wissens beruht auch nur auf Glauben; es ist etwas für mich erst nicht mehr Glauben, wenn ich es persönlich im Ex­periment nachvollziehen oder mit eigenen Augen etc. seine Reali­tät wahrnehmen kann! Die Red.

Sinnfällig formuliert Arthur Conan Doyle, der Erfinder des Sher­lock Holmes, das Stereotyp vom Kulturkrieg der West­mächte in einem Zeitungsartikel im September 1914:

Wir kämpfen für das starke, tiefe Deutschland der Ver­gangenheit, das Deutschland der Musik und der Philosophie, gegen das jetzige monströse Deutschland von Blut und Eisen. Für die Deutschen, die nicht der regierenden Klasse ange­hören, wird unser Sieg dauernde Erlösung bringen. Aus den Trümmern des Reiches wird sich der Deu­tsche dann jenes herr­liche Juwel heraussuchen: das Juwel der persönlichen Frei­heit [1], das höher steht als der Ruhm der Ero­berung fremder Länder. 

[1] Wenn ein Soldat damals den Wehrdienst verweigerte,  drohte oft die Todesstrafe, und wenn er "aus persönlicher Frei­heit" de­sertierte, weil in das sinnlose, jeweils von oben ange­ordnete gegen­seitige Killen grenzenlos anwiderte, wurde er sofort stand­rechtlich als Feigling hingerichtet... Wir werden ihn im Ereig­nis nach Offenbarung 7,9-17 wiedersehen. Die Red. 

...    Im Ensemble der französischen Intellektuellen hat der welt­be­rühmte Philosoph Henri Bergson die antideutsche Fanfare ge­blasen. In einer Sitzung der "Académie des Sciences Mora­les et Politiques" konstatiert er im Namen der Wissenschaft lapidar: "Der engagierte Kampf gegen Deutschland ist der Kampf der Zivilisation gegen die Barbarei."

Wer da noch versöhnliche Töne riskiert, hat einen schweren Stand. Der grosse französische Erzähler Anatole France kri­tisiert in einem Artikel zwar das Vorgehen der deutschen Trup­pen in Belgien scharf, schliesst aber damit, nach dem mi­li­tärischen Sieg über Preussen-Deutschland müssten die Fran­zosen die Deutschen wieder wie Freunde aufnehmen. Der 70-Jährige wird daraufhin von Pariser Blättern derart heftig attackiert, dass er schleunigst seine Dienste in Uniform anbie­tet.

Sein Landsmann Romain Rolland verweigert sich mutig der nationalistischen Hysterie.  Mit seiner legendären Schrift "Au-dessus de la mêlée" ("Über dem Getümmel") beweist er als einer von wenigen Europäern, dass die Alte Welt den Geist noch nicht ganz aufgegeben hat. Anderentags wird er von Buchhändlern und von seinen ältesten Freunden boykottiert. Sogar dieser unerschrocken pazifistische Dichter und Deu­tschen­freund verliert aber die Geduld, als Deutschlands gros­ser Dramatiker Gerhart Hauptmann die Kritik aus dem Aus­land rundheraus als "lügnerische Märchen" abtut. ...

Gegen die massive internationale Kritik an Deutschland wen­den sich 93 prominente Vertreter des deutschen Geisteslebens in dem am 4. Oktober 1914 veröffentlichten und in 14 Spra­chen versen­deten Manifest "An die Kulturwelt".

Die Physiker Max Planck und Wilhelm Röntgen, der Zoologe Ernst Häckel (Darwins-Superjünger und Bekämpfer der Men­del­schen Vererbungslehre; mittlerweile haben die Evolutio­nis­ten diese "integriert"! Die Red.), der Regisseur Max Rein­hardt, der Dramatiker Gerhart Hauptmann und Dutzende an­de­rer Grössen erheben "vor der gesamten Kulturwelt Pro­test gegen die Lügen und Verleumdungen, mit denen unse­re Feinde Deutschlands reine Sache in dem ihm aufge­zwun­genen schweren Daseinskampfe zu beschmutzen trach­ten."  ...

Auf die trotzige Bekundung der Solidarität mit dem Mili­tarismus – ein Begriff, der in der will­helminischen Gesell­schaft und Kultur bis Kriegsausbruch durchweg negativ besetzt war – reagierte die angesprochene "Kulturwelt" mit Ab­scheu. Das galt auch für neutrale Länder wie die Schweiz, die für ein Grüppchen entschiedener Gegner der deutschen Kriegspolitik bald zur Zuflucht vor der Zensur wurde – unter ihnen die jüdischen Denker Ernst Bloch und Walter Benja­min.

Paradoxerweise waren die treibenden Kräfte hinter dem Auf­ruf aber nicht etwa notorische Chauvinisten oder servile Un­ter­tanen des Kaisers. Das Gegenteil ist richtig: Gerade die Hauptbeteiligten hatten sich in den beiden Vor­kriegs­jahrzehnten als herausragende liberale Wider­sa­cher der reak­tionären Kulturpolitik Wilhelms II. her­vorgetan. Das gilt vor allem für den Verfasser des Aufrufs, Ludwig Fulda (1862 bis 1939).  ...  Der polyglotte und ungeheuer produktive Mann gehörte im ausgehenden 19. und beginnenden 20. Jahrhundert zu Deutschlands erfolgreichsten Dramatikern und populärsten Schriftstellern. Er schrieb Dut­zende Theaterstücke, von denen viele um die Welt gingen, und wurde am Wiener Burgtheater häufiger gespielt als Ger­hart Hauptmann, Arthur Schnitzler und Hugo von Hof­manns­thal.

Ähnlich populär waren seine Übersetzungen aus sieben Spra­chen. Dass etwa Molière vor 1914 in Deutschland mehr als in Frankreich aufgeführt wurde, war auch ein Verdienst von Ful­das gei­s­tigem Brückenbau. In der Weimarer Republik ähnlich geachtet wie zuvor im Kaiserreich, wurde Fulda nach 1933 als Jude verfemt, isoliert und 1939 in den Selbstmord getrieben. Das Zer­stö­rungswerk des Nationalsozialismus hat dafür ge­sorgt, dass Ludwig Fulda heute zu Deutschlands vergessenen Schriftstellern gehört.

"Die Deutschen sind mehr als ein gebildetes Volk", trumpfte er im 1916 veröffentlichten Werk "Deutsche Kultur und Aus­länderei" auf, "sie sind das gebildetste Volk der Welt." Sogar William Shakespeare werde in Deutschland "unver­gleich­lich viel besser gespielt ..., unvergleichlich viel besser verstanden" als in England, wo "unser Shakespeare" nur "versehentlich" zur Welt gekommen sei. "Und falls es glückt, England nieder­zuzwingen, dann meine ich, wir sollten in den Friedensvertrag eine Klausel setzen, wonach William Shake­speare auch for­mell an Deutschland abzutreten sei." (Sha­kespeare kann man – etwas frei – mit "Schüttelbirne" über­­setzen, den "shake/s" bedeutet "schütteln" und "pear" eben "Birne". Die Red.).  ...

Mit den Elaboraten professioneller Literaten schwillt ab Au­gust 1914 eine nie dagewesene Flut von Laien-Lyrik – wie aus Maschinengewehren rattert es da von "Krieg" und "Sieg". die Zahl der Gedichte, die anfangs von der Be­völkerung täg­lich an die Presse eingesandt wer­den, schätzt eine neuere Studie auf 50'000.

"Da alles ruht in Gottes Hand, wir bluten gern fürs Vaterland" (ähnlich oder genaugleich tönte es 25 Jahre später wie­der. Die Red.), reimt der angesehene Dichter Richard Deh­mel, der sich mit über 50 Jahren zu den Waffen drängt. Zahllose Künstler, Intel­lek­tuelle und Schrift­steller tun es ihm nach wie Oskar Kokoschka[1] ... , Franz Marc, Alfred Kerr oder Hermann Hesse. Der Dichter hat das Glück, wegen hochgradiger Kurzsichtig­keit zurückgewiesen zu werden; er solidarisiert sich daraufhin in dem Gedicht "Der Künstler an die Krieger": "Alle sind dem Alltag entflogen/Jeder ward ein Künstler, Held und Mann."

[1] "Oskar Kokoschka ... zog nicht nur aus Patriotismus für Oesterreich-Ungarn in den Krieg ("Attacke! Nun war der grosse Tag gekommen"). Er wollte im Kampfgetümmel auch seine unglückliche Liebe zu Alma Mahler vergessen. Mit der Witwe des Komponisten Gustav Mahler hatte er zwei Jahre vor Kriegsaus­bruch eine leidenschaftliche Affäre begonnen. Vor der geplanten Hochzeit erbat die Geliebte von ihrem zukünftigen ein Meisterwerk – und er schuf für sie eines seiner beeindruckendsten Bilder: "Die Windsbraut" ... zeigt ein Liebespaar, das sich inmitten eines aufgewühlten Meeres aneinander schmiegt. Als Alma dem Künstler trotz prompter Wunscherfüllung den Laufpass gab, meldete der sich zur Kavallerie. Er verkaufte die "Windsbraut". So konnte er das Pferd bezahlen, das er selbst mitbringen musste. Kokoschka überlebte zweimal schwerste Verletzungen und kehrte mit Störungen de Gleichgewichtssinnes aus dem Krieg zurück."

Die enge Wesensverwandtschaft von Künstler und Soldat betont auch Thomas Mann: "Jenes sie­gende kriegerische Prinzip von heute: Organisation – es ist ja das erste Prinzip, das Wesen der Kunst." Wie das Gros der deutschen Intel­lektuellen setzt er auf die Überwindung westlicher Zivilisation durch deutsche "Kultur" (man könnte auch sagen "deutsche Selektion", um den damals wie heute diese "Elite" tragenden Begriff aus der Evolutionstheorie zu verwenden. Die Red.).

"Die Ideen von 1914" – so der Titel eines damals einfluss­rei­chen Buches – werden dem geistig-politischen Erbe der (auch freimaurerischen. die Red.) Französischen Revolution ent­gegen­ge­stellt. Das Zeitalter der Organisation löst demnach die individualisti­schen Ideen von 1789 ab. An die Stelle von (nie realisierten. die Red.) Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit[1] treten Hie­rar­chie und Aristokratie. ...

[1] Diese gibt es, wirklich real, nur im Jenseits bzw. im 1000-jährigen Zwischen-Friedenreich (Jesaja 11,5-10; 65,17ff; 66, Sacharja 14,10, Offenbarung 20,1-5 --> ewiges Reich Offenbarung 7,9-17 --> Offenbarung 20,11ff; 21,1-7 etc.). Siehe auch die Aussage von Jesus Christus vor dem ihm wohlgesonnen Pontius Pilatus in Jo­han­nes 18,36: "Mein Reich ist nicht von dieser Welt; wenn mein Reich von dieser Welt wäre, so hätten meine Diener gekämpft, damit ich den Juden nicht überliefert werde; jetzt aber ist mein Reich nicht von dieser Welt."

Diese Konstruktion bildet den mentalen Humus einer ver­häng­nis­vollen Politik, deren Wurzeln tief in die deutsche Geschichte zurückreichen. Ideologie und Praxis des "deut­schen Sonderweges", von dem Historiker sprechen, endeten in der Katastrophe (des prinzipiell gleichgearteten. Die Red.) Nationalsozialismus. Der wirft in der intellektuellen Mobil­machung von 1914 seine düsteren Schatten voraus.

"Treue gegen den Führer, dem er sich ergeben hat, bis in den Tod zu halten, hat dem Deutschen von den ältesten Zeiten her im Blut gelegen", ruft der greise Philosoph und Hegel-Epi­gone Adolf Lasson vom Katheder herab. Ernst Troeltsch, Pro­fessor für Theologie und Philosophie, will "von keiner weich­lichen Humanität angekränkelte Kämpfer": "die Mit­tel, die zum Zweck nötig sind, müssen unbedenklich an­er­kannt und gewollt werden. Es muss über Tod und Lei­­chen gehen." (Naturalistische, atheistische Evolutions­lehre pur. Die Red.)  ...

Erst als die Hoffnungen auf einen schnellen Sieg zerstoben sind und der geistige Vollrausch einem nie dagewesenen Kater weicht, wandelt Ernst Troeltsch sich zum Frie­dens­freund und Ver­nunft­republikaner[1]. >>

[1] Eine übliche Reaktion für einen Unterlegenen, der überleben will... Das hat meistens wenig mit Einsicht zu tun!

Soweit die Zitate. Letzteres Verhalten kennen wir. "Irren ist menschlich", sagen diese Anhänger der Evolutions- und Selektionstheorie nach­her einfach und sie oder ihre Jünger "ihrer Vorzeit" – denn ihre "Widerrufe" werden nicht mehr in zig-Sprachen übersetzt – manchen jeweils kurz darauf mit "Irren" weiter. (Irren ist offenbar ertragreich!) Nur die Wortwahl ändert – und der von ihnen inbrünstig abgelehnte Schöpfergott ist am von ihnen selbst ver­schuldeten Desaster schuld. Die Einsicht in die eige­nen Fehler schwindet mit dem Anstieg der Höhe eines Amtes; man hat Angst, echte Fehler einzugestehen, weil man zu Recht befürchtet, vom sich fehlerlos und gottgleich gebenden heimlichen Klüngelklub fallen gelassen zu wer­den. Grund genug, den lebendigen, an seinen Geschöpfen jederzeit wahrnehmbaren Schöpfergott (1. Kor. 1,18ff, Römer 1,18ff, Johannes 1 etc.)  weiterhin gegen jede Vernunft und echte empirische Wissenschaft mit Hilfe der alten "rö­misch tempelritterlichen Kreise" mit Macht gemeinsam in den "Weltmedien" zu bekämpfen[1] oder "wissenschaftlich"  zu einem "evolutionär theisti­schen Deppen" zu degra­dieren.

[1] Die heutige Bibelkritik, die 1546 mit der Gleichsetzung der Tradition gegenüber dem Bibelinhalt ihren definitiven Anfang nahm. Hermann Samuel Reimarus (1694-1768), Begründer der modernen Bibel­kritik[1] zusammen mit anderen Freimaurer­kollegen wie Ri­ch­ard Simon (1638-1712), Ernst Renan (1823-1892) Christian Wolff (1679-1754) oder David Friedrich Strauss (1808-1874). Johann Gottfried Herder (1744-1803) verzich­tete als höchster Geistlicher des Landes auf Kontakt zur Loge in Weimar, war aber in Riga bereits einer Loge beigetreten (Lennhoff/Posner 1980: 687-688 --> zitiert nach Hermann Neuer, "Die Frei­maurer/Die Religion der Mächtigen", Schwengeler, CH-Berneck, 1991) und trat für den von Lessing geforderten Menschheitsbund ein (den Begriff "Menschheits­familie", verwendeten die ebenfalls von einen Freimaurer gegründeten Zeugen Jehovas als erste in der "nichteingeweihten" Öffentlichkeit. Siehe Neuer/35.36 .).

Das Anbeten des Sonnengottes Sol etc. unter vielen Namen, der Sonne, als sichtbarer Lichtquelle, des Geschöpfes Gottes anstelle des dahinter stehenden Schöpfer­gottes, ist magischer und span­nender und hat seit kurz nach der Landung der Arche Noah auf dem Berg Ararat eine breite chal­däisch­ägyptischgrie­chisch­römische Kul­tur bzw. Unkultur hervorgerufen (siehe z.B. Hiob 1,6ff und 2,1ff oder die Schilderung der noch intakten Himmelswelt in Hiob 38,7; siehe auch die Ursachen der Sintflut in 1. Mose/Genesis 6,2ff).

Sich ab­heben in einem "Club", fast wie ein König Insi­derwissen zu be­sitzen und viel­gestaltig zu profitieren mitsamt seiner Fami­lie, verführt prak­tisch jeden nicht wirklich christlich gläubigen (unspek­takulär von oben neu geborenen) Menschen bzw. ist zutiefst men­schlich, repräsentiert die menschlich "maximale" Zahl 6, die in falscher Dreiheit (Trinität) einmal für kurze Zeit göttliche Macht besitzen wird[1] und mit einer falschen Einheitskirche (Offenbarung Kapitel 17 und 18 --> 17,9, 17,16 --> 17,14; 19,11ff -->  7,9-17 – 7,1-8[2] etc.), genannt das "grosse Geheim­nis Ba­by­lon", das absolute "Meister­geheimnis", das jeder aufmerk­same Gläubige seit Christi Auferstehung bereits ent­ziffert hat, regieren wird!!! Siehe auch 1. Petrus 2,6-8...

[1] Siehe z.B. Offenbarung 13,16-18; 1. Kö­ni­ge 10,14 --> siehe 1. Könige 11, das damalige, heute in "ein­­geweihten" Kreisen tunlichst verschwiegene Ende dieser Kunst!!![2] Siehe die dannzumaligen "Evangelisten" aus den 12 Stämmen Israels auf der von der Brautgemeinde bereits ver­lassenen Drangsal-Erde...

Für einen kur­ze Dauer Lebensreichtums und men­schlichen Ruhmes ver­werfen vor allem die "Intel­lek­tuel­len" Europas der Neuzeit (bis auf eine klare Minder­heit) und die von ihnen teilweise verführten Massen (viele machen nur aus Angst mit![1]) den wahren Er­retter, den Soter, Jesus (über­setzt: Gott errettet) Christus... Dazu ist ihnen fallweise jede noch so erlogene, an den Haaren herbeigezogene Ideologie recht (die man nach der "Opferung" dann wieder als "Irrtum" in den Medien "be­dauert"...). Das ist doch logisch[2]. oder...?

[1] Johannes 16,33 (Jesus Christus): "...In der Welt habt ihr Angst, aber seid getrost, ich habe die Welt überwunden."[2] gr. logos bedeutet „Wort“ oder „Erwägen bzw. Berechnung bzw. Rechenschaft bzw. Abrechnung“. In der Philosophie (Heraklit bis hin zur Stoa und zum Neupla­tonismus): logos als das wahrhaft bleibende Welt-. Denk- und Sittengesetz... Siehe auch Johannes 1, 1-18 --> Offenbarung 1,8 --> Offenbarung 19,13.

Damit wir uns richtig verstehen: Der Autor hofft, dass auch viele aus diesen negativ ge­nannten "il­lu­­minierten" Kreisen noch vom Geist Gottes er­grif­fen und umkehren wer­den. Denn Gottes Gnade gilt für alle, denn wir sind alle Sünderinnen und Sünder[1] (Römer 3,11.12.21ff; Psalm 143,2 etc.) und haben ohne die An­nahme der durch Jesus Chris­tus voll­brach­ten Er­lö­sung auf Golgatha, dem ein­maligen, de­­finitiv voll­kom­menen Blutopfer auf Golgatha, das vom Widersa­cher so aus­dauernd und hef­tig bekämpft wird (1. Petrus 5,8), alle keine Chan­ce... Jesus (auf Deutsch: Gott errettet) ist der Erst­geborene aus dem Totenreich (Hades, Sche­ol). Er hat uns die Pforten des Toten­reichs ein für allemal geöffnet (siehe auch Johannes 10,16-18). Wir haben keinen Bund mehr mit dem Tod bzw. Totenreich ab­zu­schliessen bzw. müssen ihn lösen (siehe Jesaja 28,15.18), indem wir an Jesus Christus gläubig werden! Gott ist nicht ein Gott der Toten, sondern der Lebenden (Matthäus 22,32).

 
[1] Sünde, gr. hamartia = bedeutet soviel wie Zielverfehlung.

Jesus Christus sagt: "Darum liebt mich mein Vater, weil ich mein Leben lasse, um es wie­derzunehmen. Niemand nimmt es von mir, sondern ich lasse es von mir selbst. Ich habe Vollmacht es zu lassen, und habe Vollmacht, es wiederzunehmen. Dieses Gebot habe ich von meinem Vateer empfangen." (Johannes 10,17.18)

Henri Dunant, die grosse Gründerpersönlichkeit...

Man kann also sagen und belegen, dass früher Kriege aus Sicht der adligen bzw. spättempelritterlich freimaure­ri­schen "Krie­gerelite" fast wie Fussballländerspiele ausge­tra­gen wur­den (Sport – vor allem Zweikampf, Fechten, Schützen­fes­te -  wurde da­mals ja quasi nur im Hinblick auf kriegerische Aus­ei­nan­der­set­zungen betrieben; genau­gleich hielten es die Nazis und gleich­zeitig und später – bis zum Fall der DDR bzw. der So­w­­jet­­union – auch die Kommunisten und bis vor kurzem, in milderer Form, gezwungenermassen auch wir). Beide Seiten ver­­sprachen den Kämpfern durch ihre frü­her oft dem gleichen Glau­­ben angehörenden Priester im Falle eines Todes quasi auch den sofortigen Eintritt ins ewige Le­ben bzw. das ewige Gedenken (Kom­munisten)! Von den Aus­sagen Jesu Christi in Matthäus 5,43ff hielten die damaligen, sich vordergründig damals offiziell noch fast unisono "Chris­ten" nennenden Bauleute offen­sichtlich wenig, was ja nicht er­staunt, wenn man 1. Pe­trus 2,6-8 (siehe auch Apostel­ge­schichte 4,11.12) gebührend beachtet.

Pe­riodisch bekämpfte man sich also, um sich dann in den Zwi­schenjahren – bezogen auf die "Eingeweihten" beider Seiten – wieder an inter­na­tionalen gesell­schaftli­chen An­lässen einträchtig zu treffen und das ver­gan­gene krie­ge­rische Treffen in gegenseitiger Anerken­nung friedlich und stolz zu analy­sieren... Dass dies nicht ein erfundenes Hirn­gespinst von mir ist, können Sie den Aus­führungen Dunants, eben dem Vater der Genfer Kon­vention für "humane" Kriegs­führung, entnehmen! Auch ich war mit 20 stolz auf meinen Titel als Kampfbahnmeister. Ja, auf der Kampfbahn blühte auch mein Herz auf -  damals...

In seinen Erinnerungen an die "Völker­schlacht(ung) von Sol­ferino"[1] vom 24. Juni 1859 schildert er mit einer gewissen Be­geisterung und grosser Anerkennung das hel­den­hafte ge­genseitige Ab­schlach­ten minutiös und lamentiert keines­wegs über den Krieg an sich. Der Grund dieser Kriegs­begeisterung und des damals noch bis zu einem gewissen Grad vor­han­denen freimaurerischen "Fairness­gedankens" gegenüber tap­feren "Nicht­freimaurern" war es dann auch, dass er nicht gegen den Krieg lamentierte, sondern bessere "Rahmen­be­din­gungen" für tapfer kämpfende Opfer zu erreichen ver­suchte und  deshalb das "Rote Kreuz" und die "Genfer Konvention" initiierte. Er dachte damals also in erster Linie an mili­tärische und nicht zivile Opfer!

[1] Henry Dunant, „Eine Erinnerung an Solferino“, Jubiläumsausgabe 125 Jahre Rotes Kreuz, 1979/1988 (gedruckt 1988/Kümmerly und Frey AG, Bern), z.B. Seite 20.

Hören wir doch einmal kurz in den Text der wahrlich von offener Begeisterung zeugenden dunant­schen Kriegser­zäh­lungen hinein (se­i­ne Sympathie galt den tapferen Leistungen beider Sei­ten!/Her­vorhebungen durch den Autor):

<<Soll man bei der französischen Armee neben den Mar­schällen und Divisionsgenerälen nicht auch des glor­reichen Anteils gedenken, den die tapferen Brigadegeneräle, Obers­ten, Majore und Hauptleute an dem glücklichen Ausgang die­ses grossen Tages haben? Ohne Zweifel war es sehr ruhm­­voll, Krieger zu bekämpfen und zu siegen, wie den Prinzen Alexander von Hessen, einen Stadion, einen Benedek oder einen Karl von Windischgrätz (siehe dazu "Fussnote Du­nant" weiter unten/der Autor dieses Kapitels).

"Es war, als wenn uns der Wind vorwärts geblasen hätte", erklärte sehr anschaulich ein junger, einfacher Liniensoldat, um einen Begriff von dem Eifer und der Begeisterung zu ge­ben, womit seine Kameraden und er sich in das Handge­menge gestürzt hatten, "Der Pulvergeruch, der Kanonendonner, die rasselnden Trommeln und die schmetternden Hörner, das belebt, das begeistert!" Es schien wirklich so, als ob in dieser Schlacht jedermann sich so schlage, als sei seine eigene Ehre verpfändet, und als müsse er den Sieg zu seiner persön­lichen Angelegenheit machen.">>

"(Fussnote Dunant) Über den General Foray entnehmen wir fol­gende Stelle dem schönen Buch des eidge­nös­sischen Oberst Edmund Favre "Die preussische Armee und die Ma­növer von Köln im Jahre 1861:

"Der König liess uns alle einladen, an diesem Tage mit ihm im Schloss Benrath bei Düsseldorf zu speisen. Ehe er sich zur Tafel setzte, nahm er General Foray und General Paumgarten bei der Hand. "Da Sie jetzt Freunde sind", sagte er läch­elnd, "setzen Sie sich nebeneinander und plaudern Sie." Nun war Foray der Sieger von Montebello, und Paumgarten war sein Gegner gewesen, so konnten sie sich denn auch nach Herzenslust über die Einzelheiten jenes Tages unterhalten. Aus dem aufrichtigen Lachen des österreichischen Gene­rals konnte man erkennen, dass er keinen Groll mehr heg­te. Was den französischen General betrifft, so wussten alle, dass er keinen Grund hatte, verstimmt zu sein. So ist der Krieg, so sind Soldaten: In diesem Herbst sind die beiden Generäle gute Freunde, im nächsten Jahr werden sie sich vielleicht wieder schlagen, und zwei Jahre später speisen sie dann wieder zusammen irgendwo in der Welt."

Liebe Leserin, lieber Leser, Sie sehen, dass der wiederge­bo­rene (mittlerweile ein sehr vieldeutiger Begriff!) Frei­maurer­bruder Henri Dunant begeistert die Leistungen von Offizieren diverser Nationen auf­zählt (vom Haupt­mann aufwärts...)! Sein besonderes, "christliches" Verdienst war nun, dass er auch ein Herz für das "zum Spiel" benötigte Kanonen­futter, besonders für das tapfere, hatte und deshalb die weiter oben er­wähnten Organisationen gründete. Aller­dings nicht um Kriege und Tote zu verhindern, sondern um für zukünftige Kriege bessere Rah­menbedingungen für die s.E. sehr tapferen Opfer beider Seiten zu schaffen. Ich sage es nochmals: Du­nant war als frommer, sogenannt wieder­geborener "Christ" kein Krieger, aber auch kein mili­tanter Kriegs­gegner – Krieg gehörte auch für ihn zum Alltag –, sondern eben auch ein frei­mau­rerischer Humanist, der die tap­feren Leistungen beider Sei­ten geradezu sportlich be­wunderte, etwa so wie heute ein eher unsportlicher Fan keine Mühe hat, Sport­grössen diverser Mannschaften und Sportarten fast göttlich zu verehren...

Diese römisch tempelritterlich freimaurerische Kriegs­be­geisterung hat sich erst seit den nunmehr mit "unfairen" "Fern­mit­teln" ausge­tragenen Kriegen des letzten Jahr­hunderts und der Erfin­dung der Kernwaffen, die auch Kriegs­zu­schauer wie Dunant nicht verschonen würden, etwas geändert. Bei Islamisten, die wortwörtlich an den sehr krie­­ge­rischen Koran, der nachweislich zur Unterwerfung der nicht isla­mi­schen Rest­welt, dem "Haus des Krieges", aufruft, be­­findet man sich immer noch in der heidnischsynkretischen, chal­dä­isch­ägyptischgriechisch­rö­­mi­schen, ertragreichen, klar an­tichrist­lich  pseu­­­­­do­­­männ­lichen "Todes­sport­stufe". 

So bleiben uns vorläufig die Aussagen zur wahren Liebe von Jesus Christus in Matt­häus 5,35-48 bzw. 22,34-40 (siehe auch Römer 13,8-10, 1. Ko­rinther 13,13), die trotz ihrer aus rein menschli­chem Wil­len unmachbaren Erfüllbarkeit unsere Lebensleit­linie darstellen und uns gleichzeitig klar aufzei­gen sollen, dass wir nicht im Reich Gottes wohnen, sondern noch in der Finsternis, einer Art Vorhölle, also weiterhin fehlerhaft sind, aber doch schon im Glauben an die Gnade Gottes durch Jesus Christus das kommende grosse Licht sehen können (Johannes 8,12).

"Jesus redete nun wieder zu Ihnen und sprach: Ich bin das Licht der Welt; wer mir nachfolgt, wird nicht in der Fins­ternis wandeln (bleiben), sondern wird das Licht des Lebens haben."

„Sie werden nicht mehr hungern, auch werden sie nicht mehr dürsten, noch wird die Sonne auf sie fallen noch irgendeine Glut, denn das Lamm, das in der Mitte des Thrones ist, wird sie hüten und sie leiten zu Wasser­quellen des Lebens, und Gott wird jede Träne von ihren Augen abwaschen.“ [1]

[1]  Offenbarung 7, Verse 16 und 17

Mögen doch noch viele sogenannt in höhere, diesseitige, dämonische und halbdämonische Mysterien eingeweihte Men­­schen ihren Stolz überwinden bzw. ihre Menschenfurcht ablegen und zum Ur­grund allen Seins, unserem Schöpfer in Jesus Christus (Psalm 2), umkehren. Man beachte die Be­grenztheit der heidnischmaurerischen Zauberei anhand Schil­derungen wie 2. Mo­se/Exo­dus 8,12-15 (--> Lukas 11,20)!

"Und die Wahrsagepriester (Zauberer) aber machten es eben­so mit ihren Zauberkünsten, um die Mücken hervorzubringen; aber sie konnten es nicht. Und die Mücken (des Mose und Aaron. Die Red.) kamen über die Menschen und über das Vieh. Da sagten die Wahrsagepriester zum Pharao: Das ist der Finger Gottes! Aber das Herz des Pharao blieb verstockt, und er hörte nicht auf sie, wie der HERR (JHWH) geredet hatte." (2. Mose/Exodus 8,14.15).

"Wenn ich (Jesus Christus. Die Red.) aber durch den Finger Gottes die Dämonen austreibe, so ist also das Reich Gottes zu euch gekommen." (Lukas 11,20)

                                                      Amen!

Unter folgendem Link können Sie den in obenstehendem Bericht teilweise zitierten Artikel aus Spiegel  special kaufen:

http://www.spiegel.de/spiegelspecial/0,1518,295458,00.html

Hier der oben zitierte, leicht erweiterte Artikel auch als PDF-Dokument:

http://www.aaronedition.ch/Kriegsfreunde.pdf

Simon Entlebucher/Kephas Petros Kleinstein

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