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CH-20 Minuten vom 3.7.2006 und
Sonntagszeitung vom 2.7.2006
Sonntagszeitung: <<Die Schweiz will einen Flüchtling
loswerden, für den sie sich einst eingesetzt hatte: Mohamed al-Ghanam,
48, ehemaliger Polizeioberst aus Kairo. Vor sechs Jahren machte sich Bundesrat
(ehemals Aussenminister. Die Red.) Joseph Deiss dafür
stark, dass der angebliche Regimekritiker aus Ägypten ausreisen durfte. Jetzt
muss das Aussenministerium ein neues Asylland für al-Ghanam
suchen - der Bundesrat hat beschlossen, dass dieser die innere Sicherheit der
Schweiz gefährde. ... "Die Schweiz ist der verachtenswerteste unter den
Feinden des Islam", schrieb al-Ghanam im
vergangenen Herbst in einem Al Qaida-Forum im
Internet. Die Schweiz, behauptete der Ägypter mit Wohnsitz in Genf, führe
Krieg gegen den Islam und sei "Israels treuer Hund". ... Dabei
galt Mohamed al-Ghanam noch vor wenigen Jahren als
ein Muster-Politflüchtling. Er hatte in Rom Strafrecht studiert und
Antiterrorkonzepte erarbeitet. Wie er erzählte, kämpfte er in Ägypten gegen
Korruption in der Regierung und wurde darum verfolgt. Bei seinem Staatsbesuch im
Frühjahr 2000 setzte sich Joseph Deiss für Al-Ghanam ein. Am 2. Mai 2001 durfte dieser über Mailand in
die Schweiz reisen. "Wir hatten der Schweiz damals erklärt, dass er kein
politischer Flüchtling ist", sagt Laila Bahaa,
Sprecherin der ägyptischen Botschaft. "Es lief ein Verfahren gegen ihn,
weil er auf einen Arzt geschossen hatte. Was er erzählte, war wirr, ja sogar
gestört. Wir sind froh, dass er nicht mehr unser Problem ist." Auch die
Geschichte, mit der al-Ghanam seinen Schweiz-Hass
begründet, ist seltsam. Der Nachrichtendienst DAP habe ihn dazu zwingen wollen,
Muslime zu bespitzeln. Dann sei er ins Gefängnis gesteckt worden. Die Geschäftsprüfungsskommisson des Parlaments untersuchte den
Fall. Ihr Fazit: Die Anschuldigungen entbehrten "jeglicher Grundlage".>> (Hervorhebungen durch die Red. AARON-Edition)
Fazit der Redaktion AARON-Edition: Die Wahrheit liegt wohl in der Mitte (Geheimdienste abeiten leider nie legal, obwohl sie sogenannt
kontrolliert werden - von solchen, die "privat" auch dazu gehören
(sonst kann man die Sache ja nicht beurteilen!)! Auf dieser gottfernen Welt
regieren eben immer auf irgendeine Art die Mächtigen, die uralten
Bauleute... Zur Islam-Asyl-Problematik siehe auch den
nachstehenden, die Situation ziemlich korrekt beschreibenden ersten Link und
die Hetztiraden des ehemaligen CH-Sozis und Ex-Bundhausjournalisten Ahmed Huber
(2. Link):
http://www.aaronedition.ch/Aus_kleinen_Steinen_Moslem_Koran,aktuell.pdf
http://www.aaronedition.ch/Ahmed_Hubers_Feindpropaganda.pdf
20 Minuten: "Die Schweiz
will den radikalen Islamisten Mohammed Al-Ghanam ausweisen. Der Bundesrat sieht die innere
Sicherheit gefährdet, weil Al-Ghanam die Schweiz in
hasserfüllten Worten im Internet und in Briefen als antiislamisches Land
verunglimpft.
«Muslime! Nehmt euch in Acht vor der Schweiz, Euer hässlicher Feind versteckt
sich hinter einer scheinheiligen Fassade der Neutralität und führt ohne Euer
Wissen einen Krieg gegen Eure Religion.» Mit solchen Worten hetzt Mohammed Al-Ghanam auf Al-Kaida-Websites
gegen die Schweiz.
Das EDA sieht durch den ehemaligen Polizeioberst die innere Sicherheit
gefährdet und will den Scharfmacher ausweisen. Das EDA sucht nun ein
Aufnahmeland für den aus Kairo und bestätigte damit einen entsprechenden
Artikel in der «SonntagsZeitung».
Zurück in seine Heimat Ägypten kann die Schweiz Al-Ghanam
nicht schicken: Er gilt als politischer Flüchtling, da er nach eigenen Angaben
Fälle von Korruption und Menschenrechtsverletzungen in Ägypten aufgedeckt hatte
und deshalb verfolgt wurde. Seit Mai 2001 lebt Al-Ghanam
in der Schweiz.
«Die Schweiz ist der verachtenswerteste unter den Feinden des Islam», hatte Al-Ghanam auf mehreren dem Terrornetzwerk El Kaida nahestehenden Webseiten geschrieben. Auch in
Zuschriften an Behörden, Politiker und Medien gab er seinem Hass auf die
Schweiz Ausdruck.
Im Oktober 2005 hatte der Bundesrat in der Fragestunde des Nationalrats noch
keine terroristische Gefahr durch Al-Ghanam gesehen.
Es sei jedoch möglich, dass sich Dritte von den Äusserungen radikalisieren
liessen und damit eine Gefährdung entstehe, räumte der Bundesrat ein. Eine
Ausweisung werde deshalb geprüft."
http://www.20min.ch/news/schweiz/story/21305032
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